Das Yogasutra entstand vor 2000 Jahren und wurde immer wieder neu übersetzt und an die aktuellen Lebensumstände angepasst. So bleibt das Yogasutra für den modernen westlichen Menschen nachvollziehbar.
Patanjali geht im Yogasutra der Frage nach, wie die in uns verborgenen Fähigkeiten und Anlagen positiv genutzt werden können, und zeigt Wege auf, wie der Mensch schrittweise zu persönlicher Wandlung und Freiheit gelangen kann. Im Mittelpunkt des Yogasutra steht daher die Betrachtung des Geistes. Wie funktioniert der Geist und welchen Einfluss nimmt er auf unseren Alltag? Welche Strukturen beeinflussen uns in unserem Leben und wie gelangen wir zu einer vertieften Wahrnehmung der Realität? Wie kann in unserem Leben mehr Klarheit entstehen? Das Yogasutra ist ein Text, der auf eigener Erfahrung basiert.
Im zentralen Teil des Yogasutras gibt es einerseits Antworten, wie Körperübungen, Atemübungen und Meditation ausgeführt werden sollen und welche Ergebnisse bei richtiger Übung zu erwarten sind. Andererseits werden Vorschläge für ein ethisches Verhalten in der Welt, zu anderen Menschen und in der persönliche Lebensführung gegeben.
Beim Regulieren des Atems werden der Körper und die Sinne diszipliniert. Nur dann wird es möglich, den Geist zu fokussieren und zur Meditation zu führen. Meditation ist, in Aufmerksamkeit zu verweilen und sich die Lehren des Meisters wieder ins Gedächtnis zu rufen. Yogarahasya, Kapitel I, Sloka 99
